EUROPÄISCHER DATENSCHUTZTAG 2021: DIE HOHEIT ÜBER DIE EIGENEN DATEN BEHALTEN

28. Januar 2021

Der 28. Januar 2021 markiert ein besonderes Jubiläum: Die Europäische Datenschutzkonvention feiert ihren 40. Geburtstag. 1981 von den damaligen Mitgliedern des Europarats verabschiedet und 1985 umgesetzt, war die Konvention seitdem Vorbild für eine Vielzahl datenschutzrechtlicher Bestimmungen – seit 2007 wird der 28. Januar daher als Europäischer Datenschutztag gefeiert. Und seit 1981 ist viel passiert: Mit Blick auf die Digitalisierung nehmen die Anforderungen an die Datenschutzbestimmungen stetig zu, ein Resultat war beispielsweise die 2018 in Kraft getretene Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) zum Schutz von personenbezogenen Daten. Doch wie sieht es eigentlich in der Unternehmenswelt aus? Welche Rolle spielen Datenschutz und Datenhoheit hier? Ein Überblick.

 

DATENSCHUTZ UND DATENHOHEIT

Um diese Fragen zu klären, müssen die Begriffe Datenschutz und Datenhoheit bzw. Datensouveränität voneinander abgegrenzt werden. Datenschutz bezeichnet erst mal nur die zum Schutz des Individuums angeordneten Rechtsnormen, die erreichen sollen, dass seine Privatsphäre vor unberechtigten Zugriffen von außen geschützt wird. Datenhoheit erweitert diesen Begriff um die Selbstbestimmung zur Verwendung der Daten: Die Nutzer können selbst entscheiden, wer Zugriff auf ihre personenbezogenen Daten hat und wer nicht. Das umfasst auch, das entsprechende Zugriffsbefugnisse auf persönliche Daten von den Nutzern selbst wieder entzogen werden können – ein Beispiel hierfür wäre die Abmeldung von einem E-Mail-Newsletter.

 

 

DATENSICHERHEIT IM UNTERNEHMENSKONTEXT

Auch für Unternehmen spielen Datenschutz und die Erhaltung der Datenhoheit eine zentrale Rolle: Sie sichern Souveränität und Selbstbestimmtheit und schützen gleichzeitig das geistige Eigentum eines Unternehmens. Denn geraten Kopien von vertrauensvollen Daten in die falschen Hände, kann schnell ein enormer Schaden entstehen und eine Firma im Zweifelsfall ihre Wettbewerbsfähigkeit verlieren. Und auch innerhalb des Unternehmens ist der Schutz von Mitarbeiterdaten wichtig: Mit in Kraft treten der DSGVO müssen Unternehmen mit enormen Bußgeldern rechnen, wenn sie die Persönlichkeitsrechte ihrer Mitarbeiter nicht achten und gegen entsprechende Auflagen verstoßen. Anfang des Jahres wurde beispielsweise bekannt, dass der Elektronikhändler Notebooksbilliger.de über 10 Millionen Euro Strafe zahlen muss, weil er seine Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter per Video überwacht haben soll.

Doch mit Blick auf die Datenhoheit birgt vor allem die voranschreitende Digitalisierung der Geschäftswelt Gefahrenpotenzial. Denn um mit ihren Partnern im digitalen Raum effizient zusammenarbeiten können, brauchen Unternehmen eine funktionierende Infrastruktur in einem vertrauensvollen Rahmen, kurz: eine digitale Plattform. Digitale Plattformen bieten Komfort mit Risiko – sie ermöglichen eine Ende-zu-Ende-Digitalisierung, da sie die Schnittstelle zum Kunden bilden und durch Identitäts- und Datenprüfung den benötigten vertrauensvollen Rahmen schaffen. Mit der Nutzung zentraler Plattformen durch Unternehmen entsteht allerdings auch eine Informationsasymmetrie, da die nutzenden Unternehmen dem Plattformanbieter immer mehr Daten zur Verfügung stellen und so tiefe Einblicke in vertrauensvolle Geschäftsprozesse gewähren. Der Verlust über die Hoheit der Daten führt dazu, dass der Plattformbetreiber wichtige Nutzerdaten sammeln und diese dann für seine eigenen Zwecke nutzen kann. Durch dieses aggregierte Branchenwissen können Plattformanbieter in den Markt eintreten – und im schlimmsten Fall sogar ihre ehemaligen Partner vom Markt verdrängen.

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ERHALT DER DATENHOHEIT AUF DEZENTRALEN PLATTFORMEN

Um solche Szenarien zu verhindern können dezentrale Plattformen, wie zum Beispiel TRUST&TRACE, genutzt werden: Hier werden die Daten nicht zentral auf den Servern eines Plattformanbieters gespeichert, sondern verschlüsselt auf die einzelnen Netzwerkmitglieder aufgeteilt. Durch diese dezentrale Speicherung können die Nutzer die Weitergabe ihrer eigenen Daten komplett selbst bestimmen – und erhalten so stets die Hoheit über diese Daten. Auch digitale Geschäftsbeziehungen können auf dieser Basis vertrauensvoll aufgebaut werden, ohne dass Monopole und zentrale Abhängigkeiten entstehen. Für Unternehmen bietet das natürlich entscheidende Vorteile: Sie können bestimmen, welche Informationen sie zu welchem Zeitpunkt mit ausgewählten Geschäftspartnern teilen. Die dezentrale Speicherung der Daten erschwert zudem Manipulationsversuche an Datensätzen, vereinfacht den Austausch von Stammdaten und macht Arbeitsprozesse zwischen verschiedenen Unternehmen schlussendlich deutlich effizienter.

TRUST&TRACE sichert durch die eigene dezentrale Infrastruktur die Datenhoheit und Unabhängigkeit aller Nutzer. Jedes Unternehmen pflegt dabei seine Daten eigenverantwortlich und stellt diese den Geschäftspartnern zur Verfügung – die Daten werden also nur einmal gepflegt und mehrfach genutzt. Wichtige Daten entlang der Lieferkette können mit der Software direkt am Produkt digital verfügbar gemacht werden, sodass ein Nachweis über Entstehung, Qualität und Produktionskonformität erbracht werden kann. Die Verifikation wichtiger Unternehmensdaten durch vertrauenswürdige Dritte reduziert außerdem Kosten, die bei der Validierung und Prüfung von Unternehmensinformationen auf klassischem Weg anfallen. Damit sichert TRUST&TRACE die Unabhängigkeit von digitalen Plattformmonopolen – und schafft eine Vertrauensgrundlage für die transparente Wirtschaft von morgen.

Haben Sie Fragen, wie Sie TRUST&TRACE für Ihre Unternehmensbedürfnisse nutzen können? Dann schreiben Sie uns gerne über [email protected] und lassen Sie sich persönlich von unseren Produktexpertinnen und Produktexperten beraten – kostenlos und unverbindlich. Auf unserer Homepage finden Sie außerdem weitere Informationen zu TRUST&TRACE.

Milan Schlegel
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